Das Jahr 2020 war weltweit ein sehr schwieriges und sehr herausfordernd für fast alle Menschen. Durch die plötzliche COVID-19 Pandemie, die für fast alle völlig unerwartet kam, wurde das normale Alltagsleben völlig verändert. Zusätzlich kommen Ängste und Sorgen und gerade für Familien auch eine völlig veränderte Situation hinzu. Und ein Ende ist bisher noch nicht in Sicht, auch wenn die Hoffnung auf einen Impfstoff in den nächsten Monaten sehr groß ist.
Aber nicht nur persönlich trifft die COVID-19 Pandemie jeden einzelnen, auch in der Gesellschaft finden mit Protesten, Verschwörungstheorien und dem ständigen Fluss aktueller Nachrichtenmeldungen große Veränderungen statt.

Vermutlich verfolgen die meisten Menschen fast täglich die aktuellen Infektionszahlen um das persönliche und allgemeine Risiko besser einschätzen zu können.

Dieser über Monate andauernde Stress kann vielen verschiedenen Symptomen, unter anderem Ängsten, Niedergeschlagenheit oder auch Verärgerung führen. Auch ständige Müdigkeit und Antriebslosigkeit können eine Folge andauernden Stresses sein.


Wie kann Stress kurzfristig reduziert werden?

  • Dr. Petros Levounis, Professor an der Rutgers New Jersey Medical School empfiehlt folgende Verhaltensweisen um Stress zu reduzieren:
  • Stärken Sie die vier Säulen Ihres körperlichen Wohlbefindens. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, körperliche Nähe in einer Partnerschaft und sportliche Bewegung.
  • Bleiben Sie mit Ihren Freunden und Familienmitgliedern in Kontakt. Auch wenn es aufgrund der besonderen momentanen Situation nicht immer persönlich möglich ist, tauschen sie sich mit Freunden aus. Reden Sie über Ihre Sorgen und Ängste oder haben einfach eine schöne gemeinsame Zeit. Eine gute gemeinsame Aktivität, die keinen persönlichen Kontakt nötig macht, ist es gemeinsam Blackjack online zu spielen.
  • Versuchen Sie, Ihren normalen Tagesablauf und Ihre Routinen beizubehalten. Dies sorgt für mehr Normalität, auch in Zeiten einer globalen Krise.

Gibt es Krisen-Müdigkeit?

In Krisenzeiten gibt es vier klassische Phasen, die durchlaufen werden.

Die erste Phase ist geprägt von Zusammenhalt, Stärke und einem Gefühl die Krise meistern zu können.

In der zweiten Phase gibt der gesellschaftliche und auch familiäre Zusammenhalt Kraft und ein gutes und geborgenes Gefühl.

Darauf folgt eine Phase der Desillusionierung, das die Krise trotz persönlichen Anstrengungen und globalem Zusammenarbeit nicht zeitnah gelöst werden kann. In dieser dritten Phase befinden wir uns momentan. Dieses Gefühl der Machtlosigkeit kann Ängste, Depressionen und allgemeine Niedergeschlagenheit auslösen. Diese Phase kann mehrere Monate andauern. Meist bessert sich dieses Gefühl erst, wenn ein Ende der Krise in Sicht ist und mit einem Wiederaufbau und der Rückkehr in die Normalität begonnen werden kann.

Zur Frage, warum Krisenmüdigkeit auftritt, sagte Dr. Firdaus S. Dhabhar, Professor in der Abteilung für Psychiatrie und Verhaltenswissenschaften am Sylvester Comprehensive Cancer Center an der University of Miami Miller School of Medicine: “Die Kampf-oder-Flucht-Reaktion oder kurzfristiger Stress sind normale und schützende Reaktionen. Die biologische Stressreaktion kann uns in schwierigen Situationen oder Krisen schützen.

“Wenn Stress jedoch chronisch wird und über Wochen, Monate oder Jahre anhält, kann er schädliche Auswirkungen haben und unter besonders wiederholten oder schweren Bedingungen zu Krisenmüdigkeit führen.”

Müde und angespannt? Wie die aktuelle Krise Stresssymptome fördern kann 1

Was sind Symptome einer Krisenmüdigkeit?

In der Regel entwickeln sich die klassischen Symptome einer durch eine Krise ausgelösten Erschöpfung in eine von zwei möglichen Richtungen.

Die eine Richtung ist die sogenannte “hyperarousal”, eine Art Angstzustand, der mit Gereiztheit einhergeht. Schon Kleinigkeiten können heftige, negative Reaktionen auslösen.

Die andere Richtung ist wesentlich schwerwiegender und auch nicht leicht zu erkennen. Menschen die in diese Richtung der Erschöpfung tendieren, ziehen sich zurück. Sie zeigen kaum Angst, sondern reagieren mit Resignation oder Gleichgültigkeit.

Weitere Symptome, die oft einhergehen sind eine Veränderungen des Schlafverhaltens, mangelnder Appetit, chronische Müdigkeit und mangelnde Motivation.

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