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Tschüss Deutschland, das ist leicht gesagt. Bevor es zum Leben, Lernen, Arbeiten, Studieren oder den Altersruhestand ins Ausland geht, sollte man über seine Gesundheit und den Gesundheitsschutz im Ausland nachdenken. Denn, wer ins Ausland zieht verliert normalerweise den Versicherungsschutz der deutschen Krankenversicherung und benötigt häufig den Schutz einer internationalen Krankenversicherung.

Leben im Ausland wird für Deutsche immer attraktiver

Nicht wenige Deutsche zieht es aus ganz verschiedensten Gründen ins Ausland. Selbst im letzten Jahr, als Reisebeschränkungen das Reisen stark eingedämmt hatten, zog es noch gut 220 Tausend Deutsche ins Ausland. Sie haben mit einem „Goodbye Deutschland“ auf den Lippen ihren deutschen Wohnsitz aufgegeben und sind für längere Zeit oder gar immer fortgezogen.

Dabei gilt, Umzüge innerhalb der EU sind unkompliziert. Im Rahmen der EU-weiten Freizügigkeit, die für alle EU-Bürger gilt, gibt es neben der Niederlassungsfreiheit auch die Berufsfreiheit. Ohne Probleme kann jeder EU-Bürger in jedem EU-Staat ohne eine gesonderte Arbeitserlaubnis arbeiten und leben. Mit einer Wohnsitzverlagerung wird man als EU-Bürger den Bürgern des Ziellandes gleichgestellt und erhält den üblichen Krankenversicherungsschutz eines dortigen Arbeitnehmers, wenn man beruflich tätig ist.

Während wir in Deutschland einen hohen medizinischen Standard haben und durch einen umfangreichen Versicherungsschutz abgesichert sind, sieht das gerade in süd- und osteuropäischen EU-Staaten schon anders aus. Ob in der EU oder in anderen Ländern, der Versicherungsschutz und die Qualität der medizinischen Versorgung kann erheblich differieren. In vielen Ländern müssen medizinische Leistungen, Fachärzte und Krankenhausaufenthalte privat getragen oder vorfinanziert werden.

Deshalb ist es empfehlenswer, je nach Zielland über einen zusätzlichen Versicherungsschutz in Form einer internationalen Krankenversicherung nachzudenken. Wer ins Ausland ziehen will, der sollte sich vorab genau informieren und von einem Fachmann beraten zu lassen.

Auf die Erfahrungen von Fachleuten und Auslandsdeutschen vertrauen

Sowohl erfahrene Auslandsdeutsche (Expats, die schon viele Jahre im Ausland leben), als auch Versicherungsexperten raten, das Gesundheitsthema sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Es ist ratsam sich vor einer Wohnsitzverlagerung um den Gesundheitsschutz zu kümmern. Dann ist man auf der sicheren Seite.

Ein Auslandsdeutscher fasst es so zusammen: „Mildes Klima, Sonne, ein leichteres Leben ist wunderschön.  Doch leider gibt es auch objektive Risiken, die man auf den ersten Blick nicht erkennt. Dagegen sollte man realistisch vorsorgen und sie nicht verdrängen. Sonst droht ein böse Erwachen aus Tagträumen.“

Ob man nun mit Deutschen Expats über ihre Erfahrungen direkt spricht, Forenbeiträge liest oder deutschsprachige Medien und Webseiten im Ausland verfolgt, viele Deutsche sind leider zu blauäugig. Sie denken, nur weil die Tage nicht so grau sind und das Leben lässiger als in Deutschland ist, ist das Leben problemlos und Gesundheit ist kein Thema.

Deshalb sollte man die Ratschläge von erfahrenen Auslandsdeutschen befolgen. Denn, die Erhaltung der Gesundheit kann schnell sehr wichtig werden. Hier ihre Tipps:

  • Pflegen Sie einen gesunden Pragmatismus. Nehmen Sie die Gesetze, Sitten und Gebräuche des Ziellandes einfach so wie sie sind. Vergleichen Sie sie nicht mit Deutschland. Nehmen Sie die Regeln des Gastlandes als gegeben an. Denken Sie stets daran: Nur wenige Menschen wollen wirklich hören, dass es in Deutschland anders oder gar besser ist.
  • Je nach Zielland, kann ein Leben im Ausland eine gesundheitliche Belastung in Deutschland vorab. Wenn Sie unsicher sind, besprechen Sie diese Punkte mit einem Arzt.
  • Bis auf wenige Ausnahmen können Sie davon ausgehen, dass in dem Zielland das Gesundheitssystem ganz anders strukturiert und aufgebaut ist. Informieren Sie sich möglichst vorab.
  • Nicht selten ist die erste Phase des Auslandaufenthaltes ist besonders belastet, denn man ist noch nicht akklimatisiert (z.B. die Veränderung der Darmflora). Häufig beherrscht man die Landessprache noch nicht sicher. Dann sind Verständnisprobleme bei Arztbesuchen fast programmiert.
  • In der Regel sind Sie vollständig auf das örtliche Gesundheitssystem angewiesen. Stellen Sie sich möglichst mental darauf ein.
  • Deutschsprachige Ärzte gibt es in der Regel nicht besonders häufig im Ausland. Gehen Sie auch nicht davon aus, dass Ärzte im Ausland fließend und aktzentfrei Englisch sprechen.
  • Seien Sie nicht überrascht, wenn viele Leistungen sofort bzw. im Voraus privat bezahlt werden müssen. Es sei denn, sie gehen in ein örtliches öffentliches Krankenhaus, eine Ambulanz oder in ein Gesundheitszentrum. Die helfen zu geringen Kosten oder sind kostenlos. Dafür müssen sie aber teilweise durchaus tagelange Wartezeiten einkalkulieren.
  • Schwere Krankheiten oder Unfälle: Nicht selten ist zu hören, dass Freunde, die Familie oder andere Angehörige beträchtliche Summen für notwendige medizinische Behandlungen aufbringen mussten. Denn der Betroffene hatte keine Versicherung und hatte zu wenig finanzielle Mittel.
  • Der Schutz und die Hilfe durch Deutsche Botschaften oder Konsulate sind eher rudimentär. Die Deutschen Gesetze begrenzen den Handlungsspielraum, aber den Botschaften und Konsulaten sind Hilfsadressen bekannt.. Im Falle eines Falles, die Koordinaten der Deutschen Vertretungen finden Sie auf der Seite des Auswärtigen Amtes.
  • Die Hilfen von lokalen Initiativen, Hilfsorganisationen oder Kirchen sind ebenfalls begrenzt. Flächendeckend gibt es sie nicht. Außerdem sind ihre finanziellen Mittel häufig gering. Trotzdem kann ihre Unterstützung sehr hilfreich sein.
  • Aus diesem Grund führt an einer guten und leistungsfähigen internationalen Krankenversicherung, wie z.B. Foyer Global Health, die einen umfänglichen verlässlichen Schutz bietet, häufig kein Weg vorbei.

Einige praktische Tipps

Lassen Sie sich nicht durch Preise von Vergleichsportalen blenden. Bei einer internationalen Krankenversicherung für das Ausland kommt es auf die ganz individuellen Bedingungen und Ihre Anforderungen an: Das persönliche Gesundheitsprofil, das Zielland, welche Leistungen man versichern möchte. Erst im zweiten Schritt können Sie Preise vergleichen. Da man im nachhinein einen Versicherungsvertrag nur schwer ändern kann, sollte man genau die Bedingungen lesen und sich erklären lassen. Das gehört zu einer guten Beratung.

Ein weiterer Faktor ist auch das Serviceangebot einer Auslandskrankenversicherung:

  • Welche Kontaktmöglichkeiten bietet die Versicherung?
  • Wie sieht die Erreichbarkeit aus: Telefon, Hotline, Mail und Geschäftszeiten (Abendstunden und Wochenende). Denken Sie auch an die Verschiebung durch Zeitzonen?
  • In welchen Sprachen können Sie kommunizieren? Wird Deutsch angeboten?
  • Hat die Versicherung internationale Erfahrung? Kennt sie das Zielland, bzw. die Verhältnisse vor Ort?
  • Wie setzt sich die Versicherungsprämie zusammen? Gibt es Rückvergütungen bei Nichtinanspruchnahme? Wie hoch ist eine Selbstbeteiligung? Wie ist die Kostenübernahme geregelt? Müssen Behandlungen, Honorare vom Versicherungsnehmer vorfinanziert werden?

Lassen Sie sich nicht abschrecken. Wer offene Fragen rechtzeitig in Deutschland klärt, minimiert sein Risiko und erhöht den Schutz vor unliebsamen Überraschungen. Sie wissen doch: Vorbeugung ist die beste Medizin und Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

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