Blasenentzündung – auf die Ernährung kommt es an

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Es brennt und schmerzt unangenehm und der Drang ständig auf die Toilette zu müssen ist groß? Hat man eine Blasenentzündung, dann spielt auch die Ernährung eine Rolle. Im Kampf gegen die Keime kann die Ernährung durchaus unterstützen, um ein Abklingen der Beschwerden schnellstens zu ermöglichen. Es gibt einige Lebensmittel, die speziell während einer Infektion unterstützen und zu sich genommen werden können.

Unterschied zwischen Blasenschwäche und Blasenentzündung

Grundsätzlich sind die Symptome sehr ähnlich, doch eine Blasenentzündung entsteht durch Bakterien und diese sind auch nachweisbar. Bei Blasenschwäche oder Reizblase liegt allerdings keine organische Störung vor. Der Muskel der Blase sendet die Falschinformation, dass er voll ist, allzu oft in stressigen Situationen. Doch auch hormonelle Veränderungen, wie beispielsweise während der Wechseljahre, können dazu beitragen. Sich wiederholende Blaseninfektionen reizen die Nerven immer aufs Neue. Wie geht man damit um und was gegen Blasenschwäche wirklich hilft steht hier.

Damit immer wiederkehrende Blaseninfektionen die Nerven des Blasenmuskels nicht zusätzlich reizen, kann man durchaus mit Lebensmitteln etwas tun.

Cranberrys und Blasenentzündung


An Cranberrys kommt im Grunde nicht vorbei, denn die sauren Beeren haben sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Proanthocyanidine, die einer Einnistung der Bakterien in die Blasenwand entgegenwirken können. Idealerweise isst man die naturbelassenen Beeren und versagt den gesüßten Varianten. Auch Cranberry-Saft besser ungezuckert trinken, denn der Zucker bedeutet Nahrung für die Bakterien. Durch ihre Säure schmecken Cranberrys nicht jedem, doch sie können durchaus helfen, die Beschwerden zu lindern.

Ingwer und Blasenentzündung

Das Multitalent in Sachen Gesundheit. Es ist also kein Wunder, dass er auch bei Blasenentzündung hilfreich ist. Im Speziellen sein Scharfstoff, das sogenannte Gingerol, macht ihn effektvoll gegen Entzündungen. Es hemmt die Bakterienvermehrung und hilft auf diese Weise dem Körper, die bereits eingedrungen Keime wirkungsvoll zu bekämpfen. Da Gingerol hitzebeständig ist, spielt es keine Rolle, ob man ihn roh oder gekocht isst. Frisch gerieben und als Tee aufgebrüht, setzt der Ingwer das meiste Gingerol frei.

Kurkuma und Blasenentzündung

Ebenfalls roh oder gekocht gegessen werden kann Kurkuma bei einer Blasenentzündung. Nicht nur optisch ähnelt die Wurzel dem Ingwer. Kurkuma wirkt ebenso entzündungshemmend durch seinen Wirkstoff Curcumin. Allerdings nicht unmittelbar auf die Bakterien, sondern hilft abflauend, da er auf die Kette der Entzündungsreaktionen im Körper wirkt. Er ist eine hervorragende Unterstützung bei einer schulmedizinischen oder homöopathischen Behandlung der Entzündung.

Meerrettich und Blasenentzündung

Im Gegensatz zum Bekanntheitsgrad von Ingwer und Kurkuma ist Meerrettich eher unbekannt im Zusammenhang mit Ernährung und Blasenentzündung. Doch seine sekundären Pflanzenstoffe, die Senfölglykoside, haben einen ebensolchen entzündungshemmenden Effekt und können bei der Bekämpfung der Infektion hilfreich sein. Die Pflanzenstoffe wirken antibakteriell und damit unmittelbar auf die Erreger.

Knoblauch und Blasenentzündung

Ähnliche Effekte erreicht der Knoblauch. Viele mögen ihn wegen seines Geruches nicht, doch isst man ihn während einer Blasenentzündung, kämpft er gegen die verursachenden Bakterien an. Verantwortlich dafür ist Allicin, der sekundäre Pflanzenstoff des Knoblauchs. In seiner Struktur ähnelt er einem Antibiotikum und geht deshalb gegen die Bakterien vor. Für die bestmögliche Wirkung bei einer Blasenentzündung sollte man ihn allerdings roh zu sich nehmen.

Sprossen und Blasenentzündung

Sie sind ein wichtiger Bestandteil gesunder Ernährung, denn Sprossen enthalten sehr viele Nährstoffe. Lohnenswert bei einer Blasenentzündung sind insbesondere die scharfen Sprossen wie Senf, Kresse oder auch Radieschen, denn sie erschweren den Bakterien das Leben. Wenn man es nicht so scharf mag, eignen sich auch die Sprossen des Brokkoli und anderer Kohlsorten. Einfach aufs Brot oder in den Salat.

Apfelessig und Blasenentzündung

Nicht jedem Menschen schmeckt purer Apfelessig, doch bei einer Blasenentzündung ist er sehr nützlich. Durch seinen hohen Gehalt an Enzymen und Mineralien unterstützt Apfelessig das Immunsystem. Drei Löffel täglich sind vollkommen ausreichend und am besten trinkt man ihn mit lauwarmem Wasser. Apfelessig sollte Bestandteil der Ernährung während einer Blasenentzündung sein bis die Beschwerden abklingen. So erreicht er den größten Nutzen.

Ananas und Blasenentzündung

Bekannt ist die Ananas vorwiegend durch ihr Enzym Bromelain, das speziell zur Gewichtsreduktion eingesetzt wird. Doch es wirkt auch entzündungshemmend und ist deshalb eine gute Ergänzung in der Ernährung. Es hilft dem Körper beim Abklingen des Entzündungsprozesses.

Wasser und Blasenentzündung

Unabhängig von der Ernährung ist die Trinkmenge bei einer Blasenentzündung ein wichtiger Faktor. Ob man Tee oder Wasser pur trinkt, ist nicht entscheidend. Trinkt man täglich zwei bis drei Liter Flüssigkeit, hilft das Wasser, die Bakterien und Keime aus dem Körper zu spülen.

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