In den Medien wird Joghurt oft als echtes Heilmittel für den Darm angepriesen. Laut Werbeversprechen sollte man am besten die Sorten mit den extra spezial drehenden Milchsäurebakterien für einen überhöhten Preis kaufen – denn nur die sind gut für die Verdauung…

Und stimmt das denn jetzt – ist Joghurt gesund?

Zuerst besteht Joghurt nun mal aus Milch. Und selbst wenn es in der Vergangenheit oft Diskussionen um dieses Grundnahrungsmittel gibt, hat Milch doch wichtige Nährstoffe:

    •  Eiweiß – wichtig für unsere Muskulatur und ein Sattmacher

    •  Kalzium – Baustoff für unsere Knochen und Zähne

    •  Vitamine – unter anderem B12 für die Blutbildung

    •  Omega 3 Fettsäuren

Die nützlichen Bakterien im Joghurt vertragen keine Hitze

Die Inhaltsstoffe aus der Milch sind dann auch im Joghurt wieder zu finden und außerdem kommen  zusätzlich auch noch hilfreiche Bakterien für unsere Verdauung dazu. Die nützen Ihnen natürlich nur, wenn Sie zu den Menschen gehören, die Milchprodukte gut vertragen können.

Diese Joghurt-Bakterien sind allerdings nur so lange hifreich für unsere Verdauung, solange sie noch am Leben sind. Wird der Joghurt über 45° C erhitzt, sterben die Bakterien ab und können uns nicht mehr bei der Verdauung helfen. Das bedeutet, wenn Sie den Joghurt zum Beispiel beim Kochen oder Backen erhitzen, kann Ihr Körper nicht mehr von den zugesetzten guten Bakterien profitieren.

Zucker und künstliche Zusatzstoffe im Joghurt

Im Kühlregal des Supermarkts werden ganze Regale voller Milch- und Joghurtprodukte angeboten… Es gibt inzwischen unendlich viele Variatioen. Leider sind aber nicht alle davon gut für unsere Gesundheit. Werfen Sie doch mal einen Blick auf die Liste der Zutaten, dann werden Sie erstaunt sein, was dort alles zugesetzt ist. Und damit meine ich nicht nur den oft immens hohen Zuckeranteil und Zuckerersatzstoffe, sondern auch natürliche und künstliche Aromastoffe, Farbstoffe und andere kaum aussprechbare Zutaten.

Solche Joghurt,- und Milchprodukten sollte man wohl besser im Regal für die Süßigkeiten aufbewahren. Es spricht sicher nichts dagegen sich ab und zu so ein zuckriges Vergnügen zu gönnen. Aber sie sollten wissen, dass es sich hier mehr um eine Nachspeise und nicht wirklich um ein gesundes, natürliches Lebensmittel handelt. Seien sie deshalb lieber sparsam mit dem Genuss dieser Joghurtprodukten, ähnlich wie mit Schokolade.

Lieber zu Naturjoghurt greifen

Die beste Wahl wäre ein Naturjoghurt ohne Zusatzstoffe mit einem natürlichem Fettgehalt. Sie mögen nicht gerne Naturjoghurt? Dann peppen Sie ihn doch mit frischen Früchte, Nüssen oder auch mit Honig ein wenig auf. Auch herzhaft zubereitet schmeckt Naturjoghurt sehr lecker. Dazu einfach eine Prise Salz, Pfeffer und frische Kräuter mit dazu geben und den Kräuterjoghurt aufs Brot oder als Dip zu knackigem Gemüse geniessen.

Joghurt kann man auch selber machen

Joghurt selber herstellen ist übrigens ganz einfach und es sind nur 2 Zutaten dafür notwendig. Sie brauchen nur 1 Liter Milch und einen Becher (150 ml) Naturjoghurt oder Joghurtkulturen. Dazu noch etwas Wärme aus einem Joghurtbereiter oder Backofen und 8 – 10 Stunden Reifezeit.

Wenn Sie den Joghurt selber herstellen haben Sie die Kontrolle über die Zutatenliste. Beispielsweise können Sie auch laktosefreie Milch verwenden, sollten Sie Probleme bei der Verdauung mit dem Milchzucker haben. Oder Sie nehmen ganz frische Rohmilch aus der Milchtankstelle vom Bauern Ihres Vertrauens. Die müssen Sie vor der Joghurtherstellung allerdings kurz abkochen, damit keine unerwünschten Keime in den Joghurt gelangen.

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