Wer eine Fußfehlstellung aufweist, leidet oftmals stark darunter. Kommt es beim Stehen oder Gehen zu Schmerzen, werden viele alltägliche Unternehmungen zur Qual: Spazierengehen, Schaufensterbummeln und vieles mehr sind für Betroffene alles andere als angenehm. Der Besuch beim Orthopäden endet oftmals damit, dass entsprechende orthopädische Einlagen verschrieben werden. Diese werden in den Schuhen getragen und sollen die Beschwerden deutlich lindern. Aber für wen eignen sich solche Einlagen eigentlich, und wer bezahlt sie?

Fußfehlstellungen erfordern den Einsatz von Einlagen

Patienten, die beim Arzt die Diagnose Spreiz-, Knick- oder Senkfuß bekommen oder gleich eine Kombination aus mehrere Fußfehlstellungen aufweisen, haben es oftmals schwer, die richtigen Schuhe zu finden. Oftmals sind ein schmerzfreies Gehen und Laufen für die Betroffenen kaum möglich. Dann verschreibt der behandelnde Mediziner meist orthopädische Einlagen, wie sie etwa bei craftsoles.de erhältlich sind. Diese zählen zu den häufigsten verordneten orthopädischen Hilfsmitteln und werden in die Schuhe der Betroffenen gegeben, um den Fuß zu stützen oder anzuheben und ein Abknicken beim Gehen zu verhindern. Auch bei Diabetikern kommen Einlagen häufig zum Einsatz: Aufgrund der mit der Erkrankung verbundenen Durchblutungsstörungen merken die Patienten oftmals nicht, wenn es zu Wunden an den Füßen kommt. Druckstellen können bei Diabetikern aber schnell zu schweren Schäden führen. Entsprechend weiche Einlagen polstern den Schuh und betten den Fuß weich, was den Druck deutlich reduzieren kann.

Orthopädische Einlagen individuell anpassen

Füße sind sehr individuell ausfallende Körperteile. Kein Fuß gleicht dem anderen, weswegen es zwingend erforderlich ist, orthopädische Einlagen individuell anpassen zu lassen. Dazu wird jeder Fuß im Sanitätshaus einzeln vermessen und abgetastet. Hierzu stehen unterschiedliche Methoden zur Auswahl: Beispielsweise stellt sich der Patient auf eine mit Stempelfarbe versehene Gummimatte und hinterlässt dann einen Fußabdruck, der Auskunft darüber gibt, welche Bereiche stärker und welche weniger belastet werden. Auch ein digitaler Fußscan ist möglich, bei dem die Füße von einem Computer gemessen und die dadurch erhaltenen Daten digital ausgewertet werden. Orthopädische Einlagen können aus den unterschiedlichsten Materialien gefertigt werden, so zum Beispiel aus Hartkunststoff oder Carbon, aber auch Kork, Leder oder Weichschaum kommen abhängig vom individuellen Fall zum Einsatz.

Einlagen von der Krankenkasse bezahlen lassen: Geht das?

Wenn der Orthopäde Einlagen verordnet, besteht für diese Hilfsmittel offensichtlich eine medizinische Notwendigkeit. Aus diesem Grund kommen auch die gesetzlichen
Krankenkassen für die Kosten der Einlagen auf. Bis zu zwei Paar jährlich werden von der Krankenkasse bezahlt. Gesetzlich Versicherte müssen dabei zwischen 5 und 10 Euro
zuzahlen, denn für Hilfsmittel wie orthopädische Einlagen wurden Zuzahlungen in Höhe von bis zu 10 Prozent des Gesamtpreises festgelegt. Wer sich Einlagen im Sanitätshaus anfertigen lässt, sollte diese über einen Zeitraum von bis zu vier Wochen eintragen. Nur so lässt sich herausfinden, ob die hergestellten Hilfsmittel auch wirklich zu den Füßen passen und sich problemlos tragen lassen. Werden die Einlagen auch nach mehreren Wochen als unangenehm empfunden oder verursachen sie gar Schmerzen oder andere Beschwerden, müssen noch einmal entsprechende Messungen vorgenommen werden und eine erneute Anfertigung von individuellen Einlagen erfolgen. Nur exakt passende Einlagen können Fußfehlstellungen ausgleichen und für eine Verbesserung der Fußgesundheit sorgen.

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