Herpes ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten und kann auf natürliche Weise behandelt werden.
Das Herpes-Virus schlummert ein Leben lang im Körper einer Person und kann in regelmäßigen Abständen juckende Bläschen verursachen, die nicht nur unschön aussehen, sondern sich auch in offene Wunden oder Geschwüre verwandeln können. Unbehandelt verschwinden die Herpesbläschen normalerweise nach etwa 10-14 Tagen, die unangenehmen Rötungen, Schmerzen und das Brennen lassen sich jedoch natürlich behandeln.
Da weltweit etwa zwei Drittel aller Menschen unter 50 Jahren das Herpes-Virus in sich tragen, ist die Suche nach einer natürlichen Herpes-Behandlung allgegenwärtig. Zwar lässt sich das Herpes-Virus, einmal im Körper vorhanden, nicht endgültig loswerden, die unangenehmen und sichtbaren Symptome lassen sich jedoch mit natürlichen Mitteln lindern. Werden die Symptome eines beginnenden Herpes rechtzeitig erkannt und natürlich behandelt, kann die Entstehung von Lippenbläschen in vielen Fällen noch verhindert werden.

Wird das Immunsystem durch eine gesunde Ernährung gestärkt und werden die ersten Herpes-Symptome rechtzeitig erkannt, kann das Risiko für das Wiederauftreten einer Herpes-Infektion deutlich verringert werden.

Was ist Herpes?

Herpes im Mund- oder Genitalbereich wird durch eine Familie von über 70 miteinander verwandten Viren verursacht. Die Herpes-Infektion verursacht kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen auf der Haut und den Schleimhäuten. Es gibt acht gängige Arten von Herpes-Simplex-Viren, die sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern auftreten können. Am häufigsten sind Herpes-Infektionen des Typs HSV-1 und HSV-2.

Am häufigsten treten Herpes-Infektionen mit Lippenbläschen am Mund bei Infektionen mit Herpes des Typs HSV-1 auf. HSV-1 tritt meist mit kleinen Fieberbläschen im Bereich der Lippen oder des Mundes auf. Oft tritt die Erstinfektion bereits im Kindesalter auf, danach schlummert das Virus im Körper, bis das Immunsystem geschwächt ist. Dann treten die ersten Herpes-Symptome auf.

HSV-2 wird im allgemeinen als Genitalherpes bezeichnet, er verursacht normalerweise Fieberbläschen rund um den Genitalbereich. Genitalherpes betrifft weltweit bis zu einen von drei Erwachsenen und ist nach Angaben des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) die häufigste Ursache für Geschwüre im Genitalbereich. Beide Formen von Herpesviren sind hochgradig ansteckend und sehr leicht übertragbar.

Herpes-Symptome und Anzeichen

Um Herpes sicher diagnostizieren zu können, kann ein Abstrich einer bereits sichtbaren aktiven Herpesinfektion genommen oder ein Bluttest durchgeführt werden, der im Körper vorhanden Herpesantikörper misst. Der Nachweis von Herpesantikörpern zeigt keine aktive Infektion an, sondern die Reaktion des Immunsystems auf die Anwesenheit des Virus im Körper. Ein Abstrich an einer bereits sichtbaren Herpes-Infektion kann in manchen Fällen falsche negative Ergebnisse liefern, da die Herpesbläschen erst eine gewisse Größe erreicht haben müssen, damit das Virus sicher nachgewiesen werden kann.

Zu den häufigsten Herpessymptomen gehören:

  • die Entwicklung von einzelnen oder eine Ansammlung von mehreren Fieberbläschen auf den Lippen, den Schleimhäuten des Mundes, den Genitalien oder dem Gesäß.
  • Zu den Symptomen von Typ1 Herpes gehören Bläschen auf der Zunge, den Lippen, dem Zahnfleisch, der Schleimhaut der Wangen und dem Gaumen.
  • Eine Infektion mit Typ2 Herpes zeigt sich als Bläschenbildung bei Männern in der Regel am Schaft des Penis und bei Frauen an der Vulva, der Vagina und dem Gebärmutterhals.
  • Die durch Herpes verursachten Wunden können manchmal schmerzhaft sein und stark infektiöse Flüssigkeit absondern.
  • In der Heilungsphase entwickeln Herpesbläschen oft einen dünnen, weißen Belag und brennen bei Berührung.
  • Eine beginnende Herpesinfektion zeigt sich oft durch erste Anzeichen wie Brennen, leichte Schmerzen oder Schwellungen.
  • Einige Menschen entwickeln während einer akuten Herpesinfektion auch andere Symptome, die einer Erkältung oder Grippe ähnlich sind. Dazu können unter anderem Müdigkeit, Schmerzen, Reizbarkeit oder Fieber zählen.

Herpes Ursachen und Risikofaktoren

Herpes wird in der Regel durch sexuellen Kontakt, oder den Kontakt mit stark virushaltiger Flüssigkeit aus den Herpesbläschen ausgelöst. Die ersten Symptome treten dann bei einem geschwächten Immunsystem oder auch durch Mangelernährung auf.

HSV-1 Herpesviren werden meist durch oralen Kontakt, zum Beispiel beim Küssen, übertragen. Herpesviren des Typs HSV-2, auch Genitalherpes genannt, sind eine sexuell übertragbare Krankheit und werden normalerweise bei Oral- oder Vaginalsex übertragen.

Zu den Risikofaktoren für eine Herpesinfektion gehören:

  • Eine Person zu küssen, die bereits Symptome einer akuten Herpesinfektion zeigt.
  • Ungeschützter Sex, besonders mit wechselnden Partnern.
  • Kontakt mit Herpesbläschen, besonders der davon abgesonderten Flüssigkeit.
  • Verschiedene andere Krankheiten, die die Funktion des Immunsystems beeinträchtigen, zum Beispiel HIV, Hepatitis oder Autoimmunerkrankung.
  • Nährstoffmangel durch ungesunde Ernährung.
  • Unter Umständen können auch ein erhöhter Zigarettenkonsum, zu viel Alkohol oder Drogenmissbrauch das Risiko erhöhen, an Herpes zu erkranken.

Herpes konventionell behandeln

Die meisten Menschen empfinden Herpes zwar als unangenehm, jedoch verschwinden die lästigen Lippenbläschen nach wenigen Tagen von selbst. Ein höheres Risiko besteht jedoch für immungeschwächte Personen, bei denen eine Herpesinfektion sogar zu ernsthaften Erkrankungen und dem Tod führen kann

Bisher gibt es keinen Herpes-Impfstoff für Herpes-Typ-1 und Herpes-Typ-2.

Die gängige Behandlung von Herpes erfolgt in der Regel durch Medikamente, die die Infektion verlangsamen oder durch lokal aufgetragene Salben, die die Heilung der Herpes Bläschen beschleunigen. Oft verschrieben Medikamente bei Herpes sind:

  • Nukleosid-Analoga und antivirale Medikamente (wie Acyclovir, Famciclovir und Valaciclovir).
  • Lokal anzuwendende Salben, die die Schmerzen und die Entzündung einer akuten Infektion lindern.

Herpes natürlich behandeln

Nicht jeder Mensch, der mit dem Herpes-Virus infiziert ist, leidet auch unter den gelegentlichen Symptomen, wie zum Beispiel Herpesbläschen. Wie stark die Symptome sich entwickeln können, hängt von der Stärke des Immunsystems ab.

Ernährung anpassen um Herpes zu vermeiden

Ein wichtiger Schritt in der Vermeidung eines akuten Herpesausbruchs ist eine ausgewogene und angepasste Ernährung, die die Funktion des Immunsystems stärkt. Folgende Lebensmittel eignen sich dazu einer akuten Herpesinfektion vorzubeugen:

  • Lebensmittel, die reich an L-Lysin sind, einer Aminosäure die die Verberitung des Herpes-Virus hemmen kann. Viel L-Lysin enthalten Hülsenfrüchte, Fisch, Hühnchen und viele Gemüsesorten.
  • Antioxidantien, die vor allem Gemüsesorten mit roter oder orangener Farbe enthalten, wie zum Beispiel Paprika, Möhren oder Kürbis, können die Wundheilung unterstützen und die Funktion des Immunsystems stärken.
  • Eiweiß unterstützt wichtige Funktionen des Heilungsprozesses. Daher ist eine eiweißreiche Ernährung mit magerem Fisch und Fleisch sinnvoll.
  • Zink wird bei vielen chemischen Reaktionen des Körpers benötigt, darunter auch der Wundheilung. Mit Zink angereicherte Salben können das Abheilen der Herpesbläschen beschleunigen.

Nahrungsmittel meiden, die Entzündungen begünstigen

Bestimmte Lebensmittel können die Entstehung von Entzündungen begünstigen und dadurch die Immunabwehr schwächen.

  • Zu viel Zucker ist nicht gesund, denn er beeinflusst die Funktion des Immunsystems und kann Entzündungen begünstigen. Das Vermeiden von stark gesüßten Getränken (Softdrinks), stark verarbeiteten Lebensmitteln und sonstigen Süßigkeiten kann dabei helfen die Funktion des Immunsystems zu stärken.
  • Der regelmäßige Genuss von Alkohol, Zigaretten oder anderen Drogen kann die Funktion des Immunsystems beeinträchtigen und dadurch die Herpes-Symptome verschlimmern.
  • Zu viel Säure in Lebensmitteln, wie zum Beispiel in Tomaten, Orangen, Zitrusfrüchten oder auch Essig kann bei Kontakt mit Herpesbläschen am Mund Schmerzen verursachen.
  • Lebensmittel, die viel L-Arginin enthalten, wie zum Beispiel Weizen oder auch Schokolade, können die Vermehrung des Herpes-Virus fördern und sollten während eines akuten Ausbruchs vermieden werden.

Natürliche Herpes-Behandlung

Hat die Vorbeugung durch den Verzicht auf Zucker, Alkohol und andere herpesbegünstigende Lebensmittel nicht geholfen, kann Herpes mit weiteren natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln behandelt werden:

  • Antivirale Kräuter wie zum Beispiel Holunder, Calendula, Knoblauch, Echinacea oder die Süßholzwurzel können zur Behandlung der Herpesbläschen genutzt werden.
  • Eine Creme mit dem Extrakt der Zitronenmelisse kann, lokal aufgetragen, die Heilung der Herpesbläschen fördern und die Verbreitung des Virus hemmen.
  • Cremes, die Zink enthalten, fördern die Wundheilung und helfen der Haut sich wieder zu regenerieren.

Ätherische Öle in der Behandlung von Herpes

Eine weitere Methode Herpes natürlich zu behandeln, stellen die ätherischen Öle dar. Nelkenöl oder Teebaumöl besitzen natürliche antivirale und antibakterielle Eigenschaften. Mehrmals täglich vorsichtig auf die Stellen aufgetragen, an denen sich Herpesbläschen gebildet haben, können Sie die Ausbreitung des Virus vermindern und die Heilung fördern. Bei empfindlicher Haut empfiehlt es sich die ätherischen Öle nicht pur aufzutragen, sondern mit einem neutralen Öl wie zum Beispiel Jojobaöl oder Kokosnussöl zu vermischen.

Schmerzen an den Herpesbläschen natürlich lindern

Bei Herpesbläschen im Mundbereich gibt es verschiedene Möglichkeiten die Schmerzen und das Kribbeln zu lindern, eine Ausbreitung zu verhindern, sowie die Wundheilung zu fördern.

  • Hygiene ist wichtig, die Hände sollten nach jeder Berührung der Herpesbläschen sorgfältig gewaschen werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.
  • Das Küssen, von Personen die an einer akuten Herpesinfektion bleiben, sollte vermieden werden. Ebenso sollte darauf verzichtet werden Gläser oder anderes Geschirr zu teilen.
  • Verursachen die Herpesbläschen Schmerzen, kann es manchmal helfen ein warmes Handtuch auf die betroffenen Stellen zu drücken oder ein heißes Bad zu nehmen.

7 Fakten über Herpes

  • Etwa zwei Drittel der weltweiten Bevölkerung unter 50 Jahren ist bereits mit dem Herpes-Simplex-Virus des Typ-1 infiziert.
  • Die Anzahl der mit dem Typ-2 Infizierten liegt mit geschätzten 20-30 % deutlich darunter.
  • Sowohl Männer als auch Frauen sind ungefähr gleich stark von einer Infektion mit dem Herpesvirus des Typ-1 betroffen.
  • Beim Genitalherpes ist die Anzahl der infizierten Frauen etwas größer als die der infizierten Männer. Frauen mittleren Alters sind am häufigsten von Genitalherpes betroffen.
  • Da Genitalherpes häufig ohne Symptome verläuft, wird geschätzt, dass 85 % der Menschen mit einer Infektion davon gar nichts wissen.
  • In Ländern mit einem hohen Einkommen infizieren sich weniger Kinder mit HSV-1, was vor allem an den besseren hygienischen und medizinischen Bedingungen liegt.
  • Die Inkubationszeit nach einer Infektion mit dem Herpes-Virus bis zum möglichen Auftreten der ersten Symptome, beträgt ungefähr eine Woche.

Verwendete Quelle:

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.