Es existieren bereits Beispiele für den Glasschnitt aus dem 1. Jahrhundert vor Christus.

Römische Glasschneider entwickelten verschiedene Herstellungsmethoden. Mit Hilfe eines rotierenden Rädchens und einer, mit Fußpedal, angetriebenen Drehbank, wurden flache Einschnitte, Rillen und Facetten in die Oberfläche geschnitten, ähnlich wie es bei Halbedelsteinen und Bergkristallen geschieht.

Wir unterscheiden auch heute noch die 3 wesentlichen Techniken der Glasgravur.

Der soeben beschriebene Tiefschnitt, die Rutschtechnik, bei der die Oberfläche des Glases nur leicht angeraut wird und zum 3 den Hochschnitt. Eine hochkomplexe Arbeit bei der das Motiv erhaben stehen bleibt und der Hintergrund weggeschliffen wird.

Die frühen Künstler verfügten für diese Arbeiten über Kupfer- bzw. Eisenräder, die mit einer Paste aus Schmirgel, der mit Öl und Petroleum verrührt wird, angestrichen wurde.

Heute stehen den modernen Glasgraveuren Werkbänke mit einem stufenlos verstellbaren Elektromotor zur Verfügung.

Auch die Schleifmittel haben sich gewandelt und sind wirtschaftlicher geworden. Steinräder aus Korund und Siliciumcarbit, sowie Diamanträder in einer Bronzebindung, erfüllen ihre Arbeit gut und effektiv.

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Zum Polieren der Oberflächen werden seit jeher Filz- oder Holzräder mit geschlemmtem Kalk oder Bimsmehl bestrichen.

Die Glasgravur ist ein sehr altes, traditionelles Kunsthandwerk, das früher nur den adligen Häusern vorbehalten war. In den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts zogen gravierte Gläser auch in bürgerliche Haushalte ein.

Später wurden die Dekore auf den Gläsern oft maschinell hergestellt, um eine größere Stückzahl preisgünstiger auf den Markt zu bringen.

Dennoch wird die Glasgravur als solche, immer ein besonderes Stück Handwerkskunst bleiben.

Mit dem Schließen vieler Glashütten in Deutschland ist die Anzahl, der Glasveredler auch deutlich zurückgegangen.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gravur

https://www.olbernhau.org/glaswerk-olbernhau.html

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