Schmerzen sind ein komplexes Themengebiet, das noch viele unerforschte Bereiche aufweist. Schließlich kann Schmerz im Nacken oder im Kopf von den Füßen ausgelöst werden. Das Zusammenspiel zwischen Nervenbahnen, Muskeln und Reizen festzustellen, ist eine Disziplin, deren Komplexität viele Patienten bereits selbst einmal erfahren mussten. Ein besonders weitverbreitetes Beispiel für Schmerzen mit lang unbekannter Ursache ist die Verspannung des Nackens sowie des Rückens. In den seltensten Fällen wird direkt innerhalb der ersten Monate auf die Craniomandibulärer Dysfunktion. Wie zeichnet sich dieses Krankheitsbild aus? Woran erkennen Sie eine entstehende Dysfunktion und wie kann Ihnen geholfen werden?

Was ist das Craniomandibulärer Dysfunktion

Bei diesem Krankheitsbild handelt es sich um eine Fehlfunktion im Zusammenspiel zwischen Kiefer und Kiefergelenk. Aufgrund der ungenauen Zusammenarbeit kommt es immer wieder zum Einklemmen oder gar Abquetschen von Nervenbahnen, die sich direkt durch oder am Kiefer vorbeischlängeln. Die Besonderheit: Im Vergleich zu anderen Gelenken ist das Kiefergelenk mit einer Vielzahl an Körperteilen verbunden. Daher kann es dem behandelnden Arzt schwerfallen, die Symptome des Patienten direkt korrekt einzuordnen.
Erst nach einer eingehenden Funktionsanalyse des Kiefers sowie des Gelenkes kann der Arzt erkennen, ob ein Fehler vorliegt. Hierzu ist es notwendig, mittels des Computers eine Bewegungs- und Kauanalyse durchzuführen. Dabei erfasst der Computer jede noch so kleine Bewegung des Apparates, um festzustellen, ob die Gegenspieler disharmonieren. Zudem kann sich der Arzt auf seinen Tastsinn verlassen. Er tastet die Gelenke sowie die Nervenbahnen im Kiefer einmal genauer ab. Stellt er eine eingeschränkte Beweglichkeit, ein Knacken oder Reiben fest, kann die Diagnose ebenfalls auf das CMD fallen.

Die Symptome des Syndroms?

Doch welche Symptome kann der Patient überhaupt verspüren? Da sich bei dieser Erkrankung die Gelenkflächen zueinander verschieben oder es zu einer Verlagerung der Knorpelscheibe im Inneren kommt, entstehen heftige Reibungen auf den Nervenbahnen. Das Gewebe sowie der Nerv werden stark gereizt, was sich in chronischen Entzündungen äußert.
Naheliegend sind Kopfschmerzen, da die Nervenbahnen direkt durch den Kiefer verlaufen. Was jedoch oftmals nicht mit CMD in Verbindung gebracht wird sind Rückenschmerzen, die bis zu Haltungsschäden reichen können. Hinzu kommen Schlafstörungen, da der Muskel sowie das Gelenk auch in der Nacht massiv gegeneinander wirken. Im schlimmsten Fall kommen Magen- und Darmprobleme hinzu, die lange Zeit nicht mit CMD in Verbindung gebracht werden können.


Abhilfe schaffen Aufbissschienen

Allein durch die Behandlung dieser einen Auslöserquelle schaffen es die Ärztinnen und Ärzte den Betroffenen zahlreiche Leiden abzunehmen. Hierzu bedarf es zunächst einmal eines Abdrucks des Kiefers. Um eine Kieferfehlstellung genau aufzuzeigen, muss der Ober- sowie der Unterkiefer mit einer speziellen Masse abgeformt werden. Diesen Abdruck nutzen die Mitarbeiter des Labors, um eine sogenannten Aufbissschienen zu erzeugen. Sie besteht aus einem sehr robusten Kunststoff, welcher nächtliches Aufbeißen sowie die Reibkraft beim Knirschen der Zähen übersteht. Die Schiene schiebt den Kiefer immer wieder in eine ergonomische Stellung, welche Blockaden oder Beschwerden verhindert. Durch das Tragen der Schiene wird nicht nur das Gelenk, sondern auch der Kiefermuskel stark entlastet. Dies führt automatisch zu einer Entspannung der Muskulatur, welche sich bis in den Nacken- und Kopfbereich zieht.

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